Rebecca Michaelis
Folgendes

15.2. - 2.3.2014

Auf den ersten Blick vermitteln die Arbeiten von Rebecca Michaelis den Eindruck von Stoffen oder Musterproben, auf denen der Kanon der geometrischen Abstraktion in immer wieder neuen Kompositionen durchgespielt wird. Während sie mit Grundformen wie Kreis, Rechteck, Dreieck oder Ellipse arbeitet, folgen die rasterförmigen Bildkonstruktionen nur scheinbar festen Regeln. Die Muster brechen oder weisen Lücken auf, die Anschlüsse stimmen nicht. Unter der gestalteten Oberfläche offenbaren sich die Arbeits- und Bildfindungsprozesse: Umrisslinien, Ansatzpunkte von Zirkeln, abgewaschene Farbschichten.

Für ihre Ausstellung im Studio der Deutsche Bank KunstHalle realisierte sie eine monochrome Wandmalerei in Kombination mit einem frei im Raum hängenden Objekt. Beide Arbeiten basieren auf sich überlagernden Kreissegmenten und den dabei entstehenden Interferenzen. In seiner graphischen Wirkung fungiert das Mobile als bewegliche Überzeichnung der Wandarbeit, die sich abhängig vom Standpunkt des Betrachters verändert. Die Arbeiten interagieren zudem mit den eingelagerten Leerstellen der weißen Wand und binden den Raum malerisch in die Gesamtkonstruktion ein.

Rebecca Michaelis, 1970 in Potsdam geboren, lebt und arbeitet in Berlin. 1997 – 2003 Studium der Bildenden Kunst bei Bernd Koberling und Frank Badur an der Universität der Künste, Berlin. Seit 2013 Vertretungsprofessur an der Hochschule für Bildende Künste, Dresden.

Mit ihrer Zeichnung gewann sie im April 2013 den Jurypreis von „Macht Kunst“. Die kontrastreiche Verbindung von flächig-geometrischer Komposition und malerisch-organischer Überarbeitung überzeugte die Jury.

Weitere Informationen über die Künstlerin finden Sie unter: www.rebeccamichaelis.de