Lena Ader
Der Tag war fast noch Nacht

4.4. – 20.4.2014

In Lena Aders Gemälden und skulpturalen Arbeiten steht der Mensch im Mittelpunkt. Die zarten, aquarellartigen Malereien und fragilen Papierobjekte zeigen Körper und Körperteile in ihrer Zerbrechlichkeit und faszinierenden Komplexität. Die Figuren in den surreal anmutenden Kompositionen sind dabei ganz in ihre eigene Welt versunken, meist mit geschlossenen Augen, und verweigern dem Betrachter eine direkte Kontaktaufnahme.

In ihrer Ausstellung „Der Tag war fast noch Nacht“ im Studio der Deutsche Bank KunstHalle zeigt Lena Ader ihre kürzlich entstandene Gemäldeserie „anheimgeben“, in der sie erneut ihre Wahrnehmung des menschlichen Körpers, das Verhältnis von Innen und Außen, thematisiert. Neben den Gemälden sind zudem auch zwei fragile Objekte aus Seidenpapier zu sehen, die die Motive ihrer Malerei in die Dreidimensionalität übersetzen: in einer Vitrine die Nachbildung ihrer rechten Hand sowie eine menschliche Lunge, die frei im Raum hängt.

Lena Ader, 1988 in Heidelberg geboren, lebt und arbeitet in Berlin. 2008 – 2012 Studium der Freien Kunst an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft, Alfter/ Bonn. 2012 Bachelor of Fine Arts.

Mit ihrem Gemälde „in dein Gewand II“ gewann sie im April 2013 den Jurypreis von „Macht Kunst“. Die fast monochrome Komposition aus Beige- und Hauttönen auf einer ungrundierten Leinwand zeigt eine geheimnisvoll, intime Situation zwischen zwei Frauen. Das Sichtbarmachen innerer Zustände und Befindlichkeiten zwischen Begehren und Abhängigkeit überzeugte die Jury.