Kunsthalle

Kalender

Erste Woche Zweite Woche
Florenz im Film
Filme
Workshops
Talks/Radio/Performance
Führungen
Ausstellung Preisträger
Musik
27.8. (Di) 28.8. (Mi) 29.8. (Do) 30.8. (Fr) 31.8. (Sa) 1.9. (So)
09:00 Uhr

10:00 Uhr

11:00 Uhr

Florenz im Film
„A Portrait of a Lady“, 100 Min.

Florenz im Film
„A Room with a View“, 116 Min.

Florenz im Film
„Cronache di poveri amanti“, 115 Min.

Florenz im Film
„Cronaca familiare“, 115 Min.

Florenz im Film
„Tee mit Mussolini“, 111 Min.

Florenz im Film
„Tee mit Mussolini“, 111 Min.

12:00 Uhr

13:00 Uhr

Lunch Lecture

14:00 Uhr

15:00 Uhr

Film Mario Rizzi

15.00-17.00
Kochwerkstatt

16:00 Uhr

Konferenz und Filmprogramm The Workcenter of Jerzy Grotowski & Thomas Richards

Filmscreening Sophie Reinhold

16.00-18.00
Musikworkshop

16.00-18.00
Familienworkshop „Ab in den Süden!“

Film Gianfranco Baruchello

16:30 Uhr

Lehrerfortbildung

17:00 Uhr

Artist’s Talk
Gianfranco Baruchello

18:00 Uhr

Führung

Führung

Führung

Führung

Führung

Film Sophie Reinhold

Führung

18:30 Uhr

18.30 - 19.30 Lecture atelier le balto

Film Mario Rizzi

Film Gianfranco Baruchello

19:00 Uhr

Artists’ Talk
Angelika Stepken

Lecture Mario Rizzi

Artists’ Talk
Sophie Reinhold

19:30 Uhr

Performance Open Program

20:00 Uhr

Film Mario Rizzi

Konzert

20:30 Uhr

Performance Kinkaleri

21:00 Uhr

Film Ciboideale

22:00 Uhr

Konzert

23:00 Uhr

Film Ciboideale

24:00 Uhr

Konzert

1:00 Uhr

Film Ciboideale

2.9. (Mo) 3.9. (Di) 4.9. (Mi) 5.9. (Do) 6.9. (Fr) 7.9. (Sa) 8.9. (So)

Ausstellung Preisträger

RADIO SÜDEN gesendet aus der Villa Romana

09:00 Uhr

10:00 Uhr

10.00-15.00
Tanzworkshop

11:00 Uhr

Florenz im Film
„Hannibal“, 131 Min.

Florenz im Film
„A Portrait of a Lady“, 100 Min.

Florenz im Film
„A Room with a View“ 116 Min.

Florenz im Film
„Cronache di poveri amanti“, 115 Min.

Florenz im Film
„Cronaca familiare“, 115 Min.

Florenz im Film
„Tee mit Mussolini“, 111 Min.

Florenz im Film
„Tee mit Mussolini“, 111 Min.

12:00 Uhr

13:00 Uhr

Lunch Lecture

14:00 Uhr

15:00 Uhr

Gehörlosenführung

15:30 Uhr

16:00 Uhr

Film Sophie Reinhold

Film Sophie Reinhold

Film Mario Rizzi

Film Mario Rizzi

Film Sophie Reinhold

Film Sophie Reinhold

Lecture Bärbel Küster

17:00 Uhr

18:00 Uhr

Führung

Führung

Führung für Blinde und Sehbehinderte

Führung

Führung

Führung

Führung

Führung

18:30 Uhr

Lecture Angelika Stepken

Vorstellung der Villa Romana-Publikationen

Einführung Angelika Stepken

19:00 Uhr

Konzert
Francesco Dillon

Reading performance Mirene Arsanios

Talk Gastkünstler

Finissage Performance

20:00 Uhr

Film Gianfranco Baruchello

20:30 Uhr

Performance Jacopo Miliani

Konzert UNMAP

21:00 Uhr

22:00 Uhr

23:00 Uhr

Schlafkonzert

Täglich

18.00 Uhr

Führung

27.8.2013, 3.9.2013

11.00 Uhr

Florenz im Film

Florenz im Film
täglich um 11.00
wechselndes Programm

Den Auftakt machen zwei Gesellschaftsstudien: Die Literaturverfilmungen von Henry James’ „A Portrait of a Lady” (Jane Campion, 1996) und „A Room with a View“ (James Ivory, 1985) handeln von folgenschweren Begegnungen in der Stadt am Arno im 19. bzw. Anfang des 20. Jahrhunderts. „Cronache di poveri amanti“ (Carlo Lizzani, 1954) zeigt den jungen Drucker Mario, der 1925 ins Florentiner Arbeiterviertel Santa Croce zieht, in dem sich Konflikte zwischen Unterstützern und Gegnern der faschistischen Bewegung entladen. „Cronaca familiare“ (Valerio Zurlini, 1962) erzählt von der Geschichte zweier Brüder, dargestellt von Marcello Mastroianni und Jacques Perrin, die getrennt aufwachsen und sich als Erwachsene ihrer Vergangenheit stellen müssen. Die 1930er-Jahre bilden die Kulisse von „Tee mit Mussolini“ (Franco Zeffirelli, 1999). Mit Ridley Scotts „Hannibal“ (2001) kommt Florenz in der Kino-Gegenwart an.

Jane Campion, „A Portrait of a Lady“, 1996. 100 Min. Engl.

27.8.2013

16.00 Uhr

Konferenz und Filmprogramm

The Workcenter of Jerzy Grotowski & Thomas Richards

Mario Biagini, Lloyd Bricken, Davide Curzio, Robin Gentien, Agnieszka Kazmierska, Felicita Marcelli, Ophelie Maxo, Alejandro Tomás Rodriguez, Graziele Sena, Suellen Serrat

Jerzy Grotowski (1933 – 1999) revolutionierte die Beziehung von Publikum und Akteuren, von Theaterinszenierung und dem Handwerk des Schauspielers. In den letzten 13 Jahren seines Lebens arbeitete Grotowski am Workcenter of Jerzy Grotowski (von ihm später in Workcenter of Jerzy Grotowski and Thomas Richards umbenannt) in der Nähe von Pontedera, Italien. In seinen Untersuchungen mit dem Titel „Kunst als Vehikel“ erklärte er die Techniken des Performativen zu Instrumenten der Arbeit an sich selber.
Grotowskis lebendige Tradition von Aufführungspraxis und -forschung wird am Workcenter heute von zwei Teams fortgeführt. Eines von ihnen, das Open Program, wird vom stellvertretenden Direktor Mario Biagini geleitet und besteht aus 10 Schauspielern verschiedener Nationalitäten. Die Arbeit des Teams bewegt sich zwischen den Aspekten, die dem Werk innewohnen, und der Gesellschaft im Allgemeinen, mit dem Ziel den Kern des Theaters wiederzuentdecken: den Moment des Kontaktes menschlicher Wesen.
Für „Süden“ kommt Open Program zum ersten Mal nach Deutschland mit den „Electric Party Songs“ – Lieder und Aktionen, die auf Werken des amerikanischen Dichters Allen Ginsberg (1927 – 1997) beruhen. Die Ergebnisse der Untersuchung dieses Materials durch das Team werden mit traditionellen Songs der Südstaaten verknüpft und erforscht, wie diese Lieder den performativen Prozess beeinflussen. Bei jeder Performance von „Electric Party Songs“ wird das Material neu geordnet und so ein einmaliges Event von verkörperter Poesie und Musik geschaffen. Der Aufführung folgt ein Screening von Filmen zur Vergangenheit und Gegenwart des Workcenters. Im Anschluß findet eine Diskussion mit Mario Biagini statt.

Main sponsor of the Workcenter is Fondazione Pontedera Teatro. Poetic texts by Allen Ginsberg; Music by Open Program of the Workcenter of Jerzy Grotowski and Thomas Richards; Coordinated by Mario Biagini. For the Allen Ginsberg texts, Copyright © by the Allen Ginsberg Trust, used with permission of The Wylie Agency LLC

theworkcenter.org

27.8.2013

16.30 Uhr

Lehrerfortbildung

Nr. 13.2 - 1848
Dienstag, 27. 8. 2013, 16.30
In Kooperation mit der regionalen Fortbildung der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung. Im Mittelpunkt steht die pädagogische Vermittlung von zeitgenössischer Kunst.
Treffpunkt: Deutsche Bank KunstHalle
Anmeldungen unter (030) 20 20 93 - 11 oder veranstaltung.kunsthalle@db.com

27.8.2013

19.00 Uhr

Artists’ Talk

Angelika Stepken im Gespräch mit den Villa Romana-Preisträgern 2013

28.8.2013

11.00 Uhr

Florenz im Film

Florenz im Film
täglich um 11.00
wechselndes Programm

Den Auftakt machen zwei Gesellschaftsstudien: Die Literaturverfilmungen von Henry James’ „A Portrait of a Lady” (Jane Campion, 1996) und „A Room with a View“ (James Ivory, 1985) handeln von folgenschweren Begegnungen in der Stadt am Arno im 19. bzw. Anfang des 20. Jahrhunderts. „Cronache di poveri amanti“ (Carlo Lizzani, 1954) zeigt den jungen Drucker Mario, der 1925 ins Florentiner Arbeiterviertel Santa Croce zieht, in dem sich Konflikte zwischen Unterstützern und Gegnern der faschistischen Bewegung entladen. „Cronaca familiare“ (Valerio Zurlini, 1962) erzählt von der Geschichte zweier Brüder, dargestellt von Marcello Mastroianni und Jacques Perrin, die getrennt aufwachsen und sich als Erwachsene ihrer Vergangenheit stellen müssen. Die 1930er-Jahre bilden die Kulisse von „Tee mit Mussolini“ (Franco Zeffirelli, 1999). Mit Ridley Scotts „Hannibal“ (2001) kommt Florenz in der Kino-Gegenwart an.

James Ivory, „A Room with a View“, 1985. 116 Min. Dt.

28.8.2013

13.00 Uhr

Lunch Lecture

mit Emanuele Valariano

28.8.2013, 31.8.2013, 2.9.2013, 7.9.2013

Film Sophie Reinhold

„cava no 150“, 2012. 31 Min. Ohne Ton

28.8.2013 - 16.00 Uhr
31.8.2013 - 18.00 Uhr
2.9.2013 - 16.00 Uhr
7.9.2013 - 16.00 Uhr

In den Apuanischen Alpen bei Carrara wurde schon der weiße Marmor für Michelangelos Skulpturen abgebaut. Die Marmorbrüche von Carrara sind ein gigantischer Produktionsort, der die Landschaft und sich selbst allmählich abträgt. Aus der Ferne wirken diese stets weißen Berge wie schneebedeckt, dabei ist es nur der Staub eines industriellen Abbaus, der diesen Anschein erweckt.
Sophie Reinhold, Villa Romana-Preisträgerin 2012, hat sich hier ein temporäres Atelier eingerichtet und schleift eine 3 × 4 Meter große „Bildfläche“ in den Marmorbruch. Im dokumentierenden Film entfernt sich der Zoom der Kamera zunehmend von diesem Blick auf die Ateliersituation. Stattdessen öffnet sich der Blick auf den Arbeitsplatz des industriellen Marmorabbaus, auf die tatsächlichen Dimensionen des Raubbaus an einem einzigartigen Material. Mitten in den riesigen Carrara-Marmorbrüchen wirken die Lastkraftwagen und die Bagger wie Kinderspielzeug. Das polierte Marmor-Werk von Reinhold entzieht sich immer mehr der Kamera, stattdessen werden andere Bilder sichtbar.
Der Film stellt auch die Frage nach dem künstlerischen und historischen Umgang mit einem wertvollen Rohstoff, nach dem Wert künstlerischer Produktion innerhalb einer rein materialistischen, sich selbst dekonstruierenden Struktur.

28.8.2013

18.30 Uhr

Lecture atelier le balto

„Gartenkunst in Aktion 2008 – 2013“

Das atelier le balto ist in Berlin nicht unbekannt. Gerade richten die französischen Landschaftsarchitekten im Neubau der Akademie des Jüdischen Museums den „Garten der Diaspora“ ein. 2008 begann die Villa Romana die Zusammenarbeit mit dem atelier le balto, um den verwilderten, anderthalb Hektar großen Garten an der Via Senese – den Obstgarten, den Olivenhain, die Wiese, den historisierenden toskanischen Garten – neu zu interpretieren. Es begann ein mehrjähriger Prozess der schrittweisen Transformation des Areals durch gärtnerische Tätigkeit, „Gartenkunst in Aktion!“, in den Masterstudenten aus Florenz, Versailles, Stuttgart, Mailand und Alghero, die Künstler der Villa Romana und das Publikum miteinbezogen wurden. Während mehrerer Aktionswochen arbeitete atelier le balto mit der vorhandenen Vegetation, um Räume, Sichtachsen und Blickbeziehungen herzustellen und Relationen zur Stadt und Nachbarschaft zu schaffen.

lebalto.de

28.8.2013

20.30 Uhr

Performance Kinkaleri *

Seit 1995 arbeitet die freie Performance-Gruppe Kinkaleri (Matteo Bambi, Massimo Conti, Marco Mazzoni und Gina Monaco) in Prato, einer Nachbarstadt von Florenz. Dort lebt heute die größte chinesische Community Italiens. Und dort betreibt die Gruppe den autonomen Projektraum SpazioK und wird zugleich mit ihren Produktionen zu europäischen Festivals eingeladen. Kinkaleri arbeitet an der Schwelle zwischen Tanz, Text und Performance. In ihrem aktuellen fortlaufenden und modularen Projekt „Fourthousand | All !“ beschäftigt sich die Gruppe mit den Texten von William S. Burroughs und ihrer Übertragung in Körperalphabete. In einer Reihe von Aktionen wird die Macht der Sprache und die Art und Weise, wie Körper sich gegen ihre Ordnung und Kontrolle auflehnen, untersucht. Bei „Fourthousand | All !“ geht es um Klischees von Beziehung und Kommunikation. Aufgebrochen werden dabei die Vormachtstellung der Bühne und jede Form von etabliertem Diskurs. Für die Berliner Aufführung von „Fourthousand | All !“ arbeitet Kinkaleri mit dem in Berlin lebenden Künstler, Performer und Designer Riccardo Benassi (geb. 1982) zusammen. Sein Auftritt bei „Süden“ ist zugleich die Deutschland-Premiere von Kinkaleri.

kinkaleri.it
* Teil des Gehörlosenprogramms

29.8.2013

11.00 Uhr

Florenz im Film

Florenz im Film
täglich um 11.00
wechselndes Programm

Den Auftakt machen zwei Gesellschaftsstudien: Die Literaturverfilmungen von Henry James’ „A Portrait of a Lady” (Jane Campion, 1996) und „A Room with a View“ (James Ivory, 1985) handeln von folgenschweren Begegnungen in der Stadt am Arno im 19. bzw. Anfang des 20. Jahrhunderts. „Cronache di poveri amanti“ (Carlo Lizzani, 1954) zeigt den jungen Drucker Mario, der 1925 ins Florentiner Arbeiterviertel Santa Croce zieht, in dem sich Konflikte zwischen Unterstützern und Gegnern der faschistischen Bewegung entladen. „Cronaca familiare“ (Valerio Zurlini, 1962) erzählt von der Geschichte zweier Brüder, dargestellt von Marcello Mastroianni und Jacques Perrin, die getrennt aufwachsen und sich als Erwachsene ihrer Vergangenheit stellen müssen. Die 1930er-Jahre bilden die Kulisse von „Tee mit Mussolini“ (Franco Zeffirelli, 1999). Mit Ridley Scotts „Hannibal“ (2001) kommt Florenz in der Kino-Gegenwart an.

Carlo Lizzani, „Cronache di poveri amanti“, 1954 115 Min. Ital.

29.8.2013

19.30 Uhr

Performance Open Program

The Workcenter of Jerzy Grotowski & Thomas Richards, „Electric Party Songs“

Jerzy Grotowski (1933 – 1999) revolutionierte die Beziehung von Publikum und Akteuren, von Theaterinszenierung und dem Handwerk des Schauspielers. In den letzten 13 Jahren seines Lebens arbeitete Grotowski am Workcenter of Jerzy Grotowski (von ihm später in Workcenter of Jerzy Grotowski and Thomas Richards umbenannt) in der Nähe von Pontedera, Italien. In seinen Untersuchungen mit dem Titel „Kunst als Vehikel“ erklärte er die Techniken des Performativen zu Instrumenten der Arbeit an sich selber.
Grotowskis lebendige Tradition von Aufführungspraxis und -forschung wird am Workcenter heute von zwei Teams fortgeführt. Eines von ihnen, das Open Program, wird vom stellvertretenden Direktor Mario Biagini geleitet und besteht aus 10 Schauspielern verschiedener Nationalitäten. Die Arbeit des Teams bewegt sich zwischen den Aspekten, die dem Werk innewohnen, und der Gesellschaft im Allgemeinen, mit dem Ziel den Kern des Theaters wiederzuentdecken: den Moment des Kontaktes menschlicher Wesen.
Für „Süden“ kommt Open Program zum ersten Mal nach Deutschland mit den „Electric Party Songs“ – Lieder und Aktionen, die auf Werken des amerikanischen Dichters Allen Ginsberg (1927 – 1997) beruhen. Die Ergebnisse der Untersuchung dieses Materials durch das Team werden mit traditionellen Songs der Südstaaten verknüpft und erforscht, wie diese Lieder den performativen Prozess beeinflussen. Bei jeder Performance von „Electric Party Songs“ wird das Material neu geordnet und so ein einmaliges Event von verkörperter Poesie und Musik geschaffen. Der Aufführung folgt ein Screening von Filmen zur Vergangenheit und Gegenwart des Workcenters. Im Anschluß findet eine Diskussion mit Mario Biagini statt.

theworkcenter.org

30.8.2013

11.00 Uhr

Florenz im Film

Florenz im Film
täglich um 11.00
wechselndes Programm

Den Auftakt machen zwei Gesellschaftsstudien: Die Literaturverfilmungen von Henry James’ „A Portrait of a Lady” (Jane Campion, 1996) und „A Room with a View“ (James Ivory, 1985) handeln von folgenschweren Begegnungen in der Stadt am Arno im 19. bzw. Anfang des 20. Jahrhunderts. „Cronache di poveri amanti“ (Carlo Lizzani, 1954) zeigt den jungen Drucker Mario, der 1925 ins Florentiner Arbeiterviertel Santa Croce zieht, in dem sich Konflikte zwischen Unterstützern und Gegnern der faschistischen Bewegung entladen. „Cronaca familiare“ (Valerio Zurlini, 1962) erzählt von der Geschichte zweier Brüder, dargestellt von Marcello Mastroianni und Jacques Perrin, die getrennt aufwachsen und sich als Erwachsene ihrer Vergangenheit stellen müssen. Die 1930er-Jahre bilden die Kulisse von „Tee mit Mussolini“ (Franco Zeffirelli, 1999). Mit Ridley Scotts „Hannibal“ (2001) kommt Florenz in der Kino-Gegenwart an.

Valerio Zurlini, „Cronaca familiare“, 1962. 115 Min. Ital.

30.8.2013

16.00 - 18.00 Uhr

Musikworkshop „Kampf des Monosyllabum“

mit Gioacchino Turù und Vanessa V. für Kinder und Jugendliche von 10 bis 15 Jahren

Spielen, sprechen, brüllen, weinen, springen, lachen, tanzen, marschieren, verwelken, erblühen, küssen, beißen, spazieren, beobachten, fühlen, essen, hören, gehen … Lieder mit und ohne Sinn gespielt auf Groovebox, Synthesizer, Spielzeug-Keyboard – magere elektronische Musik, Samples von niedriger Qualität und Blasinstrumente wie in der Hand eines 7-jährigen Kindes, das sind die Zutaten eines Spektakels auf der Grenze zur Performance und zu einer Wahltribüne für Gefühle. Turù und Vanessa V. bilden seit 2006 ein musikalisches Duo auf dem Feld der elektronischen Musik. Ihre erste CD (C’è chi è morto sul tagada / Manch einer ist schon auf der Tagada gestorben) erschien 2006, die zweite 2010 (Il crollo della stufa centrale / Der Zusammenbruch der Zentralheizung).

Musikworkshop mit Gioacchino Turù und Vanessa V. für Kinder und Jugendliche von 10 bis 15 Jahren
Können wir uns mitteilen, ohne zu sprechen? In diesem Workshop verständigen wir uns nur mit Gesten, Klängen und Tönen.

30.8.2013

18.30 Uhr

Film Mario Rizzi

„Al Intithar“, 2013. 30 Min.

Im Rahmen der Ausstellung „Süden“ läuft Mario Rizzis jüngster Film „Al Intithar“ (Das Warten), der im Februar erstmals im Wettbewerb der Berliner Filmfestspiele gezeigt wurde. „Al Intithar“ wurde im syrischen Flüchtlingslager Camp Zaatari in der jordanischen Wüste gedreht. Rizzi dokumentiert darin das Leben syrischer Frauen und ihrer Familien in diesem – für inzwischen Hundertausende von Flüchtlingen – anhaltenden Ausnahmezustand. „Al Intithar“ ist der erste Teil der Trilogie „Bayt“ (Haus), die Geschichten von Menschen aus Malaysia, Tunesien, Ägypten, Bahrain und Syrien aufzeichnen soll. Im eher privaten Kontext des täglichen Lebens geht Rizzi darin den Indizien und Symptomen gesellschaftlicher Umwälzungen nach. Der zweite, einstündige Film „Kazim Ayagi“ (Der Gänsefuß) entstand 2012 in Istanbul und reflektiert die rasante Gentrifizierung einzelner Stadtteile in Form eines Schattentheaters. Gemeinsam mit dem Puppenspieler Emin Senyer hat Rizzi für diesen Film ein Stück entwickelt, das auf das traditionelle Karagöz- Schattentheater mit seinen typischen Charakteren zurückgreift. Der Film zeichnet sowohl die Produktion wie die Aufführung des Marionettentheaters auf. Der dritte längere Beitrag „Murat ve Ismail“ berichtet vom Leben des Schuhmachers Murat und seinem Sohn Ismail, der kein Verständnis mehr für das traditionelle Handwerk seines Vaters zeigt.

rizziart.com

30.8.2013

19.00 Uhr

Lecture Mario Rizzi

rizziart.com

30.8.2013

20.00 Uhr

Film Mario Rizzi

„Impermanent“, 2007. 15 Min. / „Kazim Ayagi“, 2012. 60 Min.

Im Rahmen der Ausstellung „Süden“ läuft Mario Rizzis jüngster Film „Al Intithar“ (Das Warten), der im Februar erstmals im Wettbewerb der Berliner Filmfestspiele gezeigt wurde. „Al Intithar“ wurde im syrischen Flüchtlingslager Camp Zaatari in der jordanischen Wüste gedreht. Rizzi dokumentiert darin das Leben syrischer Frauen und ihrer Familien in diesem – für inzwischen Hundertausende von Flüchtlingen – anhaltenden Ausnahmezustand. „Al Intithar“ ist der erste Teil der Trilogie „Bayt“ (Haus), die Geschichten von Menschen aus Malaysia, Tunesien, Ägypten, Bahrain und Syrien aufzeichnen soll. Im eher privaten Kontext des täglichen Lebens geht Rizzi darin den Indizien und Symptomen gesellschaftlicher Umwälzungen nach. Der zweite, einstündige Film „Kazim Ayagi“ (Der Gänsefuß) entstand 2012 in Istanbul und reflektiert die rasante Gentrifizierung einzelner Stadtteile in Form eines Schattentheaters. Gemeinsam mit dem Puppenspieler Emin Senyer hat Rizzi für diesen Film ein Stück entwickelt, das auf das traditionelle Karagöz- Schattentheater mit seinen typischen Charakteren zurückgreift. Der Film zeichnet sowohl die Produktion wie die Aufführung des Marionettentheaters auf. Der dritte längere Beitrag „Murat ve Ismail“ berichtet vom Leben des Schuhmachers Murat und seinem Sohn Ismail, der kein Verständnis mehr für das traditionelle Handwerk seines Vaters zeigt.

rizziart.com

31.8.2013, 1.9.2013

11.00 Uhr

Florenz im Film

Florenz im Film
täglich um 11.00
wechselndes Programm

Den Auftakt machen zwei Gesellschaftsstudien: Die Literaturverfilmungen von Henry James’ „A Portrait of a Lady” (Jane Campion, 1996) und „A Room with a View“ (James Ivory, 1985) handeln von folgenschweren Begegnungen in der Stadt am Arno im 19. bzw. Anfang des 20. Jahrhunderts. „Cronache di poveri amanti“ (Carlo Lizzani, 1954) zeigt den jungen Drucker Mario, der 1925 ins Florentiner Arbeiterviertel Santa Croce zieht, in dem sich Konflikte zwischen Unterstützern und Gegnern der faschistischen Bewegung entladen. „Cronaca familiare“ (Valerio Zurlini, 1962) erzählt von der Geschichte zweier Brüder, dargestellt von Marcello Mastroianni und Jacques Perrin, die getrennt aufwachsen und sich als Erwachsene ihrer Vergangenheit stellen müssen. Die 1930er-Jahre bilden die Kulisse von „Tee mit Mussolini“ (Franco Zeffirelli, 1999). Mit Ridley Scotts „Hannibal“ (2001) kommt Florenz in der Kino-Gegenwart an.

Franco Zeffirelli, „Tee mit Mussolini“, 1999. 111 Min. Dt.

31.8.2013

15.00 Uhr

Film Mario Rizzi

„Limina“, 2008. 20 Min. / „Murat ve Ismail“, 2005 / 06. 60 Min.

Im Rahmen der Ausstellung „Süden“ läuft Mario Rizzis jüngster Film „Al Intithar“ (Das Warten), der im Februar erstmals im Wettbewerb der Berliner Filmfestspiele gezeigt wurde. „Al Intithar“ wurde im syrischen Flüchtlingslager Camp Zaatari in der jordanischen Wüste gedreht. Rizzi dokumentiert darin das Leben syrischer Frauen und ihrer Familien in diesem – für inzwischen Hundertausende von Flüchtlingen – anhaltenden Ausnahmezustand. „Al Intithar“ ist der erste Teil der Trilogie „Bayt“ (Haus), die Geschichten von Menschen aus Malaysia, Tunesien, Ägypten, Bahrain und Syrien aufzeichnen soll. Im eher privaten Kontext des täglichen Lebens geht Rizzi darin den Indizien und Symptomen gesellschaftlicher Umwälzungen nach. Der zweite, einstündige Film „Kazim Ayagi“ (Der Gänsefuß) entstand 2012 in Istanbul und reflektiert die rasante Gentrifizierung einzelner Stadtteile in Form eines Schattentheaters. Gemeinsam mit dem Puppenspieler Emin Senyer hat Rizzi für diesen Film ein Stück entwickelt, das auf das traditionelle Karagöz- Schattentheater mit seinen typischen Charakteren zurückgreift. Der Film zeichnet sowohl die Produktion wie die Aufführung des Marionettentheaters auf. Der dritte längere Beitrag „Murat ve Ismail“ berichtet vom Leben des Schuhmachers Murat und seinem Sohn Ismail, der kein Verständnis mehr für das traditionelle Handwerk seines Vaters zeigt.

rizziart.com

31.8.2013

16.00 - 18.00 Uhr

Familienworkshop „Ab in den Süden!“

Familienworkshop, Lange Nacht der Museen,
Wir entdecken die Ausstellung „Süden“, sammeln unsere Ideen über Italien und gestalten ein Gemeinschaftskunstwerk.

31.8.2013

19.00 Uhr

Artist’s Talk Sophie Reinhold

In den Apuanischen Alpen bei Carrara wurde schon der weiße Marmor für Michelangelos Skulpturen abgebaut. Die Marmorbrüche von Carrara sind ein gigantischer Produktionsort, der die Landschaft und sich selbst allmählich abträgt. Aus der Ferne wirken diese stets weißen Berge wie schneebedeckt, dabei ist es nur der Staub eines industriellen Abbaus, der diesen Anschein erweckt. Sophie Reinhold, Villa Romana Preisträgerin 2012, hat sich hier ein temporäres Atelier eingerichtet und schleift eine 3 × 4 Meter große „Bildfläche“ in den Marmorbruch. Im dokumentierenden Film entfernt sich der Zoom der Kamera zunehmend von diesem Blick auf die Ateliersituation. Stattdessen öffnet sich der Blick auf den Arbeitsplatz des industriellen Marmorabbaus, auf die tatsächlichen Dimensionen des Raubbaus an einem einzigartigen Material. Mitten in den riesigen Carrara-Marmorbrüchen wirken die Lastkraftwagen und die Bagger wie Kinderspielzeug. Das polierte Marmor-Werk von Reinhold entzieht sich immer mehr der Kamera, stattdessen werden andere Bilder sichtbar. Der Film stellt auch die Frage nach dem künstlerischen und historischen Umgang mit einem wertvollen Rohstoff, nach dem Wert künstlerischer Produktion innerhalb einer rein materialistischen, sich selbst dekonstruierenden Struktur.

Sophie Reinhold, Geboren 1981, lebt und arbeitet in Berlin.

31.8.2013

20.00 Uhr, 22.00 Uhr, 24.00 Uhr

Konzert Gioacchino Turù und Vanessa V.

Zur 33. „Langen Nacht der Museen“ in Berlin präsentiert die Deutsche Bank KunstHalle ein spezielles Programm im Rahmen von „Süden“. So finden jeweils dreimal an diesem Abend ein Konzert und eine Filmvorführung statt. Außerdem werden spezielle Kurzführungen angeboten, sowohl durch die Ausstellung als auch durch die Sammlung Deutsche Bank Unter den Linden. Ein Kinder- und Jugendprogramm rundet den Abend ab.

Spielen, sprechen, brüllen, weinen, springen, lachen, tanzen, marschieren, verwelken, erblühen, küssen, beißen, spazieren, beobachten, fühlen, essen, hören, gehen … Lieder mit und ohne Sinn gespielt auf Groovebox, Synthesizer, Spielzeug-Keyboard – magere elektronische Musik, Samples von niedriger Qualität und Blasinstrumente wie in der Hand eines 7-jährigen Kindes, das sind die Zutaten eines Spektakels auf der Grenze zur Performance und zu einer Wahltribüne für Gefühle. Turù und Vanessa V. bilden seit 2006 ein musikalisches Duo auf dem Feld der elektronischen Musik. Ihre erste CD (C’è chi è morto sul tagada / Manch einer ist schon auf der Tagada gestorben) erschien 2006, die zweite 2010 (Il crollo della stufa centrale / Der Zusammenbruch der Zentralheizung).

31.8.2013

21.00 Uhr, 23.00 Uhr, 1.00 Uhr

Film Ciboideale

„We love Lebowski“, 2011. 41 Min. Ital.

Zur 33. „Langen Nacht der Museen“ in Berlin präsentiert die Deutsche Bank KunstHalle ein spezielles Programm im Rahmen von „Süden“. So finden jeweils dreimal an diesem Abend ein Konzert und eine Filmvorführung statt. Außerdem werden spezielle Kurzführungen angeboten, sowohl durch die Ausstellung als auch durch die Sammlung Deutsche Bank Unter den Linden. Ein Kinder- und Jugendprogramm rundet den Abend ab.

Der Dokumentarfilm „We love Lebowski“ von Ciboideale, einer Florentiner Künstlergruppe, begleitet und kommentiert eine Gruppe von enthusiastischen Fußballfans. Man sieht in diesem Film keinen Ball und keine Spieler, nur die sich selbst animierenden Fans aus der Florentiner Peripherie. Sie haben sich im Jahr 2008 entschieden, eine Mannschaft zu unterstützen, die für die Werte des „alten“ Fußballs steht – für einen Fußball, den es so in den kommerzialisierten höheren Spielklassen der italienischen Liga nicht mehr gibt. Sie unterstützen den AC Lebowski, der seinerzeit den letzten Platz der 3. Liga belegte.

ciboideale.com cslebowski.it

1.9.2013

15.00 - 17.00 Uhr

Kochwerkstatt „Buonissimo!“

für Kinder ab 6 Jahren
In Kooperation mit Schlesische 27 im Gartenstudio, Naunynstraße 53, 10999 Berlin
Essen kann jeder, aber selber kochen? Wir probieren es aus: Gemeinsam überlegen wir uns ein Rezept für die leckerste Pizza und das köstlichste Eis, schnippeln, rühren, backen und bereiten das perfekte Abendessen vor. Damit Eure Freunde und Eltern auch auf den Geschmack kommen, servieren wir ihnen unsere Kreationen. Buonissimo!

1.9.2013

16.00 Uhr

Film Gianfranco Baruchello

„Un altro giorno un altro giorno un altro giorno“, 2007. 42 Min.

Gianfranco Baruchello betreibt eine künstlerische Recherche, die den Irrtum, das Analoge und Banale, den Traum artikuliert, also das Versagte, Noch-Nicht-Gesagte, das Verworfene und Unwahrscheinliche. Seine Bildwelten konstituieren sich in den Leerräumen zwischen handschriftlicher Zeichnung und figurativer Enzyklopädie. Seine Filme sind skurrile Etüden, die die Narration des Mediums ad absurdum führen. 1924 in Livorno geboren, widmet sich Baruchello nach einem Studium der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften ab Ende der 1950er-Jahre ausschließlich der Kunst. 1962 nimmt er in der New Yorker Galerie Sidney Janis an der Ausstellung „New Realists“ teil und lernt im selben Jahr Marcel Duchamp kennen, mit dem ihn eine lange Freundschaft verbinden wird. 1977 sind seine Zeichnungen auf der documenta 6 zu sehen. „La verifica incerta“ (1964 / 65) wird anlässlich der Internationalen Berliner Filmfestspiele 2012 von Harun Farocki als „wegweisende Arbeit des Montagefilms“ wiederentdeckt. In der Galleria nazionale d‘arte moderna in Rom fand 2011 / 2012 die erste große Retrospektive von Baruchellos Werk statt und zurzeit sind frühe und aktuelle Werke auf der Biennale in Venedig zu sehen. Erstmals wird in „Süden“ ein Überblick seiner filmischen Arbeiten von den 1960er-Jahren bis heute gegeben.

fondazionebaruchello.com

1.9.2013

17.00 Uhr

Artist’s Talk Gianfranco Baruchello

Gianfranco Baruchello betreibt eine künstlerische Recherche, die den Irrtum, das Analoge und Banale, den Traum artikuliert, also das Versagte, Noch-Nicht-Gesagte, das Verworfene und Unwahrscheinliche. Seine Bildwelten konstituieren sich in den Leerräumen zwischen handschriftlicher Zeichnung und figurativer Enzyklopädie. Seine Filme sind skurrile Etüden, die die Narration des Mediums ad absurdum führen. 1924 in Livorno geboren, widmet sich Baruchello nach einem Studium der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften ab Ende der 1950er-Jahre ausschließlich der Kunst. 1962 nimmt er in der New Yorker Galerie Sidney Janis an der Ausstellung „New Realists“ teil und lernt im selben Jahr Marcel Duchamp kennen, mit dem ihn eine lange Freundschaft verbinden wird. 1977 sind seine Zeichnungen auf der documenta 6 zu sehen. „La verifica incerta“ (1964 / 65) wird anlässlich der Internationalen Berliner Filmfestspiele 2012 von Harun Farocki als „wegweisende Arbeit des Montagefilms“ wiederentdeckt. In der Galleria nazionale d‘arte moderna in Rom fand 2011 / 2012 die erste große Retrospektive von Baruchellos Werk statt und zurzeit sind frühe und aktuelle Werke auf der Biennale in Venedig zu sehen. Erstmals wird in „Süden“ ein Überblick seiner filmischen Arbeiten von den 1960er-Jahren bis heute gegeben.

fondazionebaruchello.com

1.9.2013

18.30 Uhr

Film Gianfranco Baruchello, Alberto Griffi

„La verifica incerta“, 1964 / 65. 35 Min. / Gianfranco Baruchello „Costretto a scomparire“, 1968. 15 Min. /„Norme per gli olocausti“, 1968. 15 Min. / „Complemento di colpa“, 1968. 7 Min. /„Quaranta immagini“, 1996. 3’39 Min. / „Retard“, 1996. 3’46 Min. / „Cento donne viste dal interno di un automobile“, 1996. 6 Min. /„Tic Tac“, 1998. 7’54 Min. /„Ars memoriae“, 2009. 20 Min.

Gianfranco Baruchello betreibt eine künstlerische Recherche, die den Irrtum, das Analoge und Banale, den Traum artikuliert, also das Versagte, Noch-Nicht-Gesagte, das Verworfene und Unwahrscheinliche. Seine Bildwelten konstituieren sich in den Leerräumen zwischen handschriftlicher Zeichnung und figurativer Enzyklopädie. Seine Filme sind skurrile Etüden, die die Narration des Mediums ad absurdum führen. 1924 in Livorno geboren, widmet sich Baruchello nach einem Studium der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften ab Ende der 1950er-Jahre ausschließlich der Kunst. 1962 nimmt er in der New Yorker Galerie Sidney Janis an der Ausstellung „New Realists“ teil und lernt im selben Jahr Marcel Duchamp kennen, mit dem ihn eine lange Freundschaft verbinden wird. 1977 sind seine Zeichnungen auf der documenta 6 zu sehen. „La verifica incerta“ (1964 / 65) wird anlässlich der Internationalen Berliner Filmfestspiele 2012 von Harun Farocki als „wegweisende Arbeit des Montagefilms“ wiederentdeckt. In der Galleria nazionale d‘arte moderna in Rom fand 2011 / 2012 die erste große Retrospektive von Baruchellos Werk statt und zurzeit sind frühe und aktuelle Werke auf der Biennale in Venedig zu sehen. Erstmals wird in „Süden“ ein Überblick seiner filmischen Arbeiten von den 1960er-Jahren bis heute gegeben.

fondazionebaruchello.com

2.9.2013

11.00 Uhr

Florenz im Film

Florenz im Film
täglich um 11.00
wechselndes Programm

Den Auftakt machen zwei Gesellschaftsstudien: Die Literaturverfilmungen von Henry James’ „A Portrait of a Lady” (Jane Campion, 1996) und „A Room with a View“ (James Ivory, 1985) handeln von folgenschweren Begegnungen in der Stadt am Arno im 19. bzw. Anfang des 20. Jahrhunderts. „Cronache di poveri amanti“ (Carlo Lizzani, 1954) zeigt den jungen Drucker Mario, der 1925 ins Florentiner Arbeiterviertel Santa Croce zieht, in dem sich Konflikte zwischen Unterstützern und Gegnern der faschistischen Bewegung entladen. „Cronaca familiare“ (Valerio Zurlini, 1962) erzählt von der Geschichte zweier Brüder, dargestellt von Marcello Mastroianni und Jacques Perrin, die getrennt aufwachsen und sich als Erwachsene ihrer Vergangenheit stellen müssen. Die 1930er-Jahre bilden die Kulisse von „Tee mit Mussolini“ (Franco Zeffirelli, 1999). Mit Ridley Scotts „Hannibal“ (2001) kommt Florenz in der Kino-Gegenwart an.

Ridley Scott, „Hannibal“, 2001. 131 Min. Engl.

2.9.2013

18.30 Uhr

Lecture Angelika Stepken

„Das Künstlerhaus Villa Romana“

2.9.2013

20.00 Uhr

Film Gianfranco Baruchello, Alberto Griffi

Un altro giorno un altro giorno un altro giorno, 2007 / La verifica incerta, Gianfranco Baruchello, Alberto Griffi, 1964 / 65 / Costretto a scomparire, 1968 / Norme per gli olocausti, 1968 / Complemento di colpa, 1968 / Quaranta immagini, 1996 / Retard, 1996 / Cento donne viste dal interno di un automobile, 1996 / Tic Tac, 1998 / Ars memoriae, 2009

fondazionebaruchello.com

3.9.2013

15.30 - 17.00 Uhr

Gehörlosenführung

Führung mit Emanuele Valariano und der Gebärdendolmetscherin Carola Otto sowie anschließendem Screening von Sophie Reinhold, „cava no 150“, 2012 (ohne Ton, 31 Min.)
Reservierungen bis zum 1.9. bitte unter (030) 20 20 93 - 11

3.9.2013

18.00 Uhr

Führung für Blinde und Sehbehinderte

Führung für Blinde und Sehbehinderte mit Emanuele Valariano und Musikperformance „music@villaromana“
(beginnt um 19.00, Dauer: 120 Min.)
Reservierungen bis zum 1.9. bitte unter (030) 20 20 93 - 11

„Distant Voices, Still Lives“ ist eine musikalische Reise für Cello und Klavier auf dem Pfad der Erinnerung. Im Konzert des versierten Duos von Francesco Dillon und Emanuele Torquati werden die üblichen Grenzen von Stil und historischer Zuordnung überwunden und neue Fäden zwischen den Klängen geknüpft. Von Liedern der Romantik (Schumann, Schubert, Liszt) und Stücken zeitgenössischer Komponisten (Pagliarani und Bauckholt) über Volkslieder (Ghisi) bis hin zu bekannten Melodien in neuen Bearbeitungen („Stardust“ in der Version von Salvatore Sciarrino) – Dillon und Torquati gehen spielerisch mit dem klassischen Standardrepertoire um und erweitern es durch Klänge Neuer und U-Musik. Seit 2010 kuratieren die beiden Florentiner Musiker die Konzertreihe music@villaromana, die sich in immer neuen Kollaborationen der Schwelle zwischen zeitgenössischer Avantgarde und elektronischen Medien widmet.

francescodillon.com emanueletorquati.com

3.9.2013

19.00 Uhr

Konzert music@villaromana

Francesco Dillon, Emanuele Torquati, music@villaromana

„Distant Voices, Still Lives“ ist eine musikalische Reise für Cello und Klavier auf dem Pfad der Erinnerung. Im Konzert des versierten Duos von Francesco Dillon und Emanuele Torquati werden die üblichen Grenzen von Stil und historischer Zuordnung überwunden und neue Fäden zwischen den Klängen geknüpft. Von Liedern der Romantik (Schumann, Schubert, Liszt) und Stücken zeitgenössischer Komponisten (Pagliarani und Bauckholt) über Volkslieder (Ghisi) bis hin zu bekannten Melodien in neuen Bearbeitungen („Stardust“ in der Version von Salvatore Sciarrino) – Dillon und Torquati gehen spielerisch mit dem klassischen Standardrepertoire um und erweitern es durch Klänge Neuer und U-Musik.
Seit 2010 kuratieren die beiden Florentiner Musiker die Konzertreihe music@villaromana, die sich in immer neuen Kollaborationen der Schwelle zwischen zeitgenössischer Avantgarde und elektronischen Medien widmet.

francescodillon.com emanueletorquati.com

4.9.2013

11.00 Uhr

Florenz im Film

Florenz im Film
täglich um 11.00
wechselndes Programm

Den Auftakt machen zwei Gesellschaftsstudien: Die Literaturverfilmungen von Henry James’ „A Portrait of a Lady” (Jane Campion, 1996) und „A Room with a View“ (James Ivory, 1985) handeln von folgenschweren Begegnungen in der Stadt am Arno im 19. bzw. Anfang des 20. Jahrhunderts. „Cronache di poveri amanti“ (Carlo Lizzani, 1954) zeigt den jungen Drucker Mario, der 1925 ins Florentiner Arbeiterviertel Santa Croce zieht, in dem sich Konflikte zwischen Unterstützern und Gegnern der faschistischen Bewegung entladen. „Cronaca familiare“ (Valerio Zurlini, 1962) erzählt von der Geschichte zweier Brüder, dargestellt von Marcello Mastroianni und Jacques Perrin, die getrennt aufwachsen und sich als Erwachsene ihrer Vergangenheit stellen müssen. Die 1930er-Jahre bilden die Kulisse von „Tee mit Mussolini“ (Franco Zeffirelli, 1999). Mit Ridley Scotts „Hannibal“ (2001) kommt Florenz in der Kino-Gegenwart an.

James Ivory, „A Room with a View“, 1985. 116 Min. Dt.

4.9.2013

13.00 Uhr

Lunch Lecture

mit Emanuele Valariano

4.9.2013

16.00 Uhr

Film Mario Rizzi

„Al Intithar“, 2013. 30 Min. / “Limina”, 2008. 20 Min. / „Murat ve Ismail“, 2005 / 06. 60 Min.

rizziart.com

4.9.2013

18.30 Uhr

Vorstellung der Villa Romana-Publikationen

in Kooperation mit argobooks, Berlin

4.9.2013

20.30 Uhr

Performance – Jacopo Miliani – „Stage Fright“

Die experimentelle Performance „Stage Fright“ stellt die Rolle des Darstellers im Bühnenraum infrage. Miliani und Ceccarelli „spielen“ die Probe eines Stückes, das nie zur Aufführung gelangen wird. Das Publikum bestimmt selbst die Dauer seiner Teilnahme und wird dazu aufgefordert, bei der Performance zu assistieren. So erleben die Zuschauer den Schaffensprozess und das vor der Aufführung herrschende „Lampenfieber“ direkt mit. Die Protagonisten interagieren mit 16mm-Filmen, die in den Raum projiziert werden. Diese Filme gehören zu Milianis umfassender Sammlung von Dokumentationen zum Thema Theater. Darunter findet sich auch der Lehrfilm „Stage Fright“ über den Umgang mit der Angst vor dem Publikum. Im Workshop wird die Beziehung von Kunst und Theater ebenso zum Thema wie die künstlerische Arbeit in den Bereichen Performance, Theater und Tanz.

jacopomiliani.info

5.9.2013

11.00 Uhr

Florenz im Film

Florenz im Film
täglich um 11.00
wechselndes Programm

Den Auftakt machen zwei Gesellschaftsstudien: Die Literaturverfilmungen von Henry James’ „A Portrait of a Lady” (Jane Campion, 1996) und „A Room with a View“ (James Ivory, 1985) handeln von folgenschweren Begegnungen in der Stadt am Arno im 19. bzw. Anfang des 20. Jahrhunderts. „Cronache di poveri amanti“ (Carlo Lizzani, 1954) zeigt den jungen Drucker Mario, der 1925 ins Florentiner Arbeiterviertel Santa Croce zieht, in dem sich Konflikte zwischen Unterstützern und Gegnern der faschistischen Bewegung entladen. „Cronaca familiare“ (Valerio Zurlini, 1962) erzählt von der Geschichte zweier Brüder, dargestellt von Marcello Mastroianni und Jacques Perrin, die getrennt aufwachsen und sich als Erwachsene ihrer Vergangenheit stellen müssen. Die 1930er-Jahre bilden die Kulisse von „Tee mit Mussolini“ (Franco Zeffirelli, 1999). Mit Ridley Scotts „Hannibal“ (2001) kommt Florenz in der Kino-Gegenwart an.

Carlo Lizzani, „Cronache di poveri amanti“, 1954. 115 Min. Ital.

5.9.2013

16.00 Uhr

Film Mario Rizzi

„Impermanent“, 2007. 15 Min. / „Kazim Ayagi“, 2012. 60 Min.

rizziart.com

5.9.2013

19.00 Uhr

Reading performance Mirene Arsanios, Setareh Shahbazi

„On The One Hand (One Love)“

Die Autorin Mirene Arsanios lebt und arbeitet in Beirut. Sie ist Mitbegründerin des Beiruter Projektraums 98weeks research project und organisierte in der Villa Romana die Symposien „Alternative Readings“ (2011) und „OH Seminar !“ (2012). 2011 war sie Gastkuratorin in der Villa Romana.

Die Künstlerin Setareh Shahbazi (geb. 1978) studierte an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe. Sie lebt und arbeitet in Berlin und Beirut. 2011 war sie Gastkünstlerin in der Villa Romana.

Im Gegensatz zu den Straßen Beiruts ist es in der nur zehn Minuten vom Stadtzentrum von Florenz entfernten Villa Romana aus dem 19. Jahrhundert fast erschreckend still. Hier setzen Mirene Arsanios und Setareh Shabazi 2011 ihre Gespräche fort, die sie in Beirut auf ihren benachbarten Balkonen begonnen haben. Weit entfernt von ihrem libanesischen Alltag und seinen konkreten Problemen, in einem Ambiente, das fast theatralisch wirkt, geht ihre Kommunikation über praktische Fragestellungen hinaus ins Unerwartete und Imaginäre: Was lässt sich über Schwerkraft, Revolution, Familie und chinesische Teigtaschen sagen? Was wird bei einem Gespräch tatsächlich übermittelt? Shahbazi und Arsanios erforschen in ihrer intensiven Konversation die Zwischenräume von Vernunft, Kommunikation und künstlerischer Form. Dieser Austausch – an den Grenzen der Logik – wird nun in Berlin unter dem Titel „On The One Hand (One Love)“ fortgeführt und nimmt fiktiv Bezug auf Galileo, Salviati, Sagredo und Simplicio.

mirenearsanios.wordpress.com

6.9.2013

10.00 - 15.00 Uhr

Tanzworkshop „To be or not to be? I am here with my body!“

mit Jacopo Miliani für Jugendliche von 15 – 20 Jahren in Englisch oder Italienisch
Wie können wir in einer Tanzperformance ausdrücken, was wir sehen und fühlen? Die Antwort liegt in DIR. Mit Jacopo Miliani, einem Performancekünstler aus Mailand, werden wir erfahren, wie durch das Zusammenspiel von Energie, Dynamik und unserem Körper Kunst entsteht. Als Gruppe werden wir die Ausstellung tänzerisch entdecken. Bitte vergesst nicht, einen Lunch mitzubringen und bequeme Kleidung zu tragen.

6.9.2013

11.00 Uhr

Florenz im Film

Florenz im Film
täglich um 11.00
wechselndes Programm

Den Auftakt machen zwei Gesellschaftsstudien: Die Literaturverfilmungen von Henry James’ „A Portrait of a Lady” (Jane Campion, 1996) und „A Room with a View“ (James Ivory, 1985) handeln von folgenschweren Begegnungen in der Stadt am Arno im 19. bzw. Anfang des 20. Jahrhunderts. „Cronache di poveri amanti“ (Carlo Lizzani, 1954) zeigt den jungen Drucker Mario, der 1925 ins Florentiner Arbeiterviertel Santa Croce zieht, in dem sich Konflikte zwischen Unterstützern und Gegnern der faschistischen Bewegung entladen. „Cronaca familiare“ (Valerio Zurlini, 1962) erzählt von der Geschichte zweier Brüder, dargestellt von Marcello Mastroianni und Jacques Perrin, die getrennt aufwachsen und sich als Erwachsene ihrer Vergangenheit stellen müssen. Die 1930er-Jahre bilden die Kulisse von „Tee mit Mussolini“ (Franco Zeffirelli, 1999). Mit Ridley Scotts „Hannibal“ (2001) kommt Florenz in der Kino-Gegenwart an.

Valerio Zurlini, „Cronaca familiare“, 1962. 115 Min. Ital.

6.9.2013

18.30 Uhr

Einführung Angelika Stepken, „International Guest Artists“

Eman Hamdy (geb. 1986) lebt und arbeitet in Alexandria. Sie studierte an der Kunstfakultät der Universität Alexandria. Ihre Videoinstallationen beschäftigen sich mit Themen ihrer Biografie in Situationen, die sie selbst darstellt.

Enkelejd Zonja (geb. 1979) lebt und arbeitet in Tirana, Albanien. Er studierte Malerei an der Kunstakademie in Tirana. Zonja malt farbintensive Bilder im Großformat, die nur auf den ersten Blick harmlos wirken, jedoch bei genauerer Betrachtung einen Blick in das neue Albanien und seine Abgründe öffnen.

Sofiane Zouggar (geb. 1982) lebt und arbeitet in Khemis Miliana, Algerien. Er studierte Keramik an der Kunsthochschule in Algier. Seine künstlerische Praxis umfasst Skulptur, Fotografie, Malerei, Performance und Computerdesign.

Seit ihrer Wiedereröffnung 2007 hat sich die Villa Romana in Florenz als weltweit vernetztes Forum für aktuelle Gegenwartskunst etabliert. Das zeigen nicht nur die Villa Romana-Preisträger, sondern auch die jungen internationalen Gastkünstler, die vor allem aus der südlichen Mittelmeerregion eingeladen werden und hier für einige Monate leben und arbeiten. Während ihres Aufenthalts sind sie im kulturellen Leben der Stadt präsent – mit Vorträgen und Talks, in denen sie sich und ihre künstlerischen Positionen der Öffentlichkeit präsentieren. Nun stellt Angelika Stepken, die Leiterin des Künstlerhauses, drei ausgewählte Gäste aus Algerien, Albanien sowie Ägypten und ihre künstlerischen Positionen in Berlin vor.

enkelejdzonja.com zouggar-sofiane.blogspot.com

6.9.2013

19.00 Uhr

Talk Gastkünstler

Eman Hamdy (geb. 1986) lebt und arbeitet in Alexandria. Sie studierte an der Kunstfakultät der Universität Alexandria. Ihre Videoinstallationen beschäftigen sich mit Themen ihrer Biografie in Situationen, die sie selbst darstellt.

Enkelejd Zonja (geb. 1979) lebt und arbeitet in Tirana, Albanien. Er studierte Malerei an der Kunstakademie in Tirana. Zonja malt farbintensive Bilder im Großformat, die nur auf den ersten Blick harmlos wirken, jedoch bei genauerer Betrachtung einen Blick in das neue Albanien und seine Abgründe öffnen.

Sofiane Zouggar (geb. 1982) lebt und arbeitet in Khemis Miliana, Algerien. Er studierte Keramik an der Kunsthochschule in Algier. Seine künstlerische Praxis umfasst Skulptur, Fotografie, Malerei, Performance und Computerdesign.

Seit ihrer Wiedereröffnung 2007 hat sich die Villa Romana in Florenz als weltweit vernetztes Forum für aktuelle Gegenwartskunst etabliert. Das zeigen nicht nur die Villa Romana-Preisträger, sondern auch die jungen internationalen Gastkünstler, die vor allem aus der südlichen Mittelmeerregion eingeladen werden und hier für einige Monate leben und arbeiten. Während ihres Aufenthalts sind sie im kulturellen Leben der Stadt präsent – mit Vorträgen und Talks, in denen sie sich und ihre künstlerischen Positionen der Öffentlichkeit präsentieren. Nun stellt Angelika Stepken, die Leiterin des Künstlerhauses, drei ausgewählte Gäste aus Algerien, Albanien sowie Ägypten und ihre künstlerischen Positionen in Berlin vor.

7.9.2013, 8.9.2013

11.00 Uhr

Florenz im Film

Florenz im Film
täglich um 11.00
wechselndes Programm

Den Auftakt machen zwei Gesellschaftsstudien: Die Literaturverfilmungen von Henry James’ „A Portrait of a Lady” (Jane Campion, 1996) und „A Room with a View“ (James Ivory, 1985) handeln von folgenschweren Begegnungen in der Stadt am Arno im 19. bzw. Anfang des 20. Jahrhunderts. „Cronache di poveri amanti“ (Carlo Lizzani, 1954) zeigt den jungen Drucker Mario, der 1925 ins Florentiner Arbeiterviertel Santa Croce zieht, in dem sich Konflikte zwischen Unterstützern und Gegnern der faschistischen Bewegung entladen. „Cronaca familiare“ (Valerio Zurlini, 1962) erzählt von der Geschichte zweier Brüder, dargestellt von Marcello Mastroianni und Jacques Perrin, die getrennt aufwachsen und sich als Erwachsene ihrer Vergangenheit stellen müssen. Die 1930er-Jahre bilden die Kulisse von „Tee mit Mussolini“ (Franco Zeffirelli, 1999). Mit Ridley Scotts „Hannibal“ (2001) kommt Florenz in der Kino-Gegenwart an.

Franco Zeffirelli, „Tee mit Mussolini“, 1999. 111 Min. Dt.

7.9.2013

20.30 Uhr

Konzert UNMAP

Aus der Zusammenarbeit von Mariechen Danz und Alex Stolze bei den Sound-Tracks für die Performances der Künstlerin ging UNMAP hervor. Zur Band gehören außerdem Thomas Fietz (Drums) und Matthias Geserick (Bass). Im September 2013 erscheint ihr erstes Album „Pressures“.
Die Melodien des Debüt-Albums scheinen sich außerhalb von Zeit und Raum zu bewegen. Einige Songs sind ursprünglich als Performance-Stücke entstanden, so wie der schwungvolle Sub-Hip-Hop Groove von „Pirates“. Die Gruppe produzierte das Album in den Chez Cherie Studios mithilfe des Shitkatapult- Gründers Marco Haas (aka T. Raumschmiere) und PC Nackt (von Apparat, Warren Suicide), die dem Album die unvergleichlichen Berlin-Vibes verliehen. Zart gezupfte Saiten und dröhnende Klaviertöne umweben die Worte der irischen Geschichtenerzählerin Danz. Etwas Besonderes, Einzigartiges und Fesselndes, das lange nachhallen wird.

mariechendanz.com

7.9.2013

Ab 23.00 Uhr

Schlafkonzert „Salto # 2. Per una corretta fruizione del sonno“

Luciano Maggiore, Synthesizer und Playbackvorrichtung
Francesco „Fuzz“ Brasini, Gitarre und Soundeffekte

2010 begann die Zusammenarbeit von Brasini und Maggiore, aus der die Projekte „Chàsm Achanés“ (Boring Machines, 2011) und „How to Increase Light in the Ear“ (Boring Machines, 2012) entstanden sind.

„Salto # 2. Per una corretta fruizione del sonno“ ist ein Akustikerlebnis, das den Besucher während einer langen Nacht tatsächlich im Schlaf begleitet. Übernachten Sie im „Süden“! Imaginäre Klanglinien füllen den Raum, zerstreuen sich, geben Halt, nehmen eine Neubestimmung der raumzeitlichen Koordinaten vor und machen so einer neuen Zeiterfahrung Platz. Die Zeit verliert sich. Luciano Maggiore lebt in Bologna und beschäftigt sich im Bereich der elektroakustischen Musik mit den Mechanismen der Klangausbreitung. Als Klangerzeuger setzt er verschiedene analoge und digitale Geräte wie Walkman, CD-Player und Tonbänder ein. Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht dabei das Klang- und Raumverhältnis. Sein Umgang mit Klangdynamik und -ausdehnung setzt starke Akzente gegen den feststehenden Klang. Francesco „Fuzz“ Brasini arbeitet seit Ende der 1980er-Jahre als Musiker in verschiedenen Genres mit unterschiedlichen Instrumenten. Aktuell beschäftigt er sich mit Kompositionsformen, die ihr Material aus der Überlagerung von Tönen und Obertönen der elektrischen Gitarre und Verstärkerrückkopplungen beziehen.

8.9.2013

16.00 Uhr

Lecture Dr. Bärbel Küster

„Lampedusa. The Day After“
Die italienische Insel Lampedusa ist mit Bildern von Flüchtlingen, die aus dem Meer gerettet werden, mit überfüllten Booten und Lagern in den Medien präsent. Seit 2010 recherchiert der Fotograf und Filmkünstler Armin Linke zusammen mit einer Gruppe von Studierenden und Forschern die Bedingungen fotografischer Repräsentation auf Lampedusa. Linkes künstlerische Feldforschung „Lampedusa. The Day After“ produziert keine neuen Bilder, sondern bringt bereits vorhandene Fotos und die Perspektiven der jeweiligen Akteure zusammen. Dabei kommen ganz andere Aspekte der von italienischer und europäischer Flüchtlingspolitik geprägten Ereignisse auf Lampedusa zutage. In Interviews werden die Kontexte der Fotos – darunter auf Flüchtlingsbooten hinterlassene Familienaufnahmen, Facebook-Seiten, Abschiedsfotos, Pressematerial und die zentrale Kartei in Rom – dokumentiert und die unterschiedlichen Perspektiven verdeutlicht. Das bis 2013 gesammelte Material hinterfragt die Prozesse, in denen die Fotografie angesichts einer humanitären Katastrophe ihre Vielschichtigkeit verliert. Mit der Dokumentation offenbaren sich jedoch auch diverse Bildstrategien und soziale Funktionen der Fotografie, die andere gesellschaftliche Handlungsräume öffnen.

8.9.2013

19.00 Uhr

Finissage Performance

Wichtel und die Wuchteln, „Heiße Füße“

Oswald Wiener (geb. 1935) ist einer der Theoretiker der „Wiener Gruppe“ (1954 – 1964), die zu den radikalsten Künstlervereinigungen im Nachkriegseuropa zählt.
Ingrid Wiener (geb. 1942) ist Künstlerin und wirkte bei Aufführungen der „Wiener Gruppe“ und in Experimentalfilmen mit, begründete legendäre Restaurants und arbeitete lange Jahre mit Dieter Roth.
Klaus Sander (geb. 1968) ist Produzent und widmet sich seit 1996 dem gesprochenen Wort und betreibt den supposé Verlag.
Jan St. Werner ist Gründungsmitglied der Band „Mouse on Mars“.
Rosa Barba (geb. 1972), Künstlerin, hatte ihre erste Einzelausstellung in Italien 2008 in der Villa Romana.

Heiße Füße – Kunst ist, wenn man es trotzdem macht! Wichtel und die Wuchteln laden zur Text-Sound-Koch- Performance in die KunstHalle ein. Vor zwei Jahren wurde der „Falsche Auerhahn“ in der Villa Romana kredenzt mit einem performativen Zuspiel von Oswald Wieners Texten, Rosa Barbas Film und akustischer Intervention, Jan St. Werners elektronischem Sound, Klaus Sanders Percussion mit Bambusstäben und Ingrid Wieners Kochkünsten. Jetzt geht es um „Heiße Füße“, die vor Ort gekocht und serviert werden: ausgelöste und verfeinerte Kalbsfüße.

2.9. - 8.9.2013

Radio Papesse

Seit 2011 ist der Online-Kunst-Radiosender „Radio Papesse“, betrieben von Ilaria Gadenz und Carola Haupt, in der Villa Romana beheimatet. Er wurde 2006 im Rahmen der – inzwischen geschlossenen – Kunsthalle Palazzo Papesse in Siena gegründet. Für Berlin betreibt Radio Papesse mit dem marrokkanisch-internationalen Saout Radio und reboot.fm das „SüdenRadio“, ein tägliches Programm aus der Mittelmeerregion: Wie hört sich der Süden an? Wie nähern wir uns dem Süden, ohne ihn auf einen geografischen Begriff zu reduzieren? Es werden Beiträge von Radio Papesse und Saout Radio ausgestrahlt, die in diesem Sommer aus einem Open Call ausgewählt wurden.

SüdenRadio täglich ab 12.30 auf radiopapesse.org /sudenradio
Live am Sonntag, 1. / 8. September, 20.00 – 21.00 auf reboot.fm: in Berlin UKW 88,4 MHz; in Potsdam UKW 90,7 MHz

radiopapesse.org saout-radio.com reboot.fm