Der indische Künstler Bhupen Khakhar (1934–2003) spielte eine zentrale Rolle in der modernen Kunst seines Landes und wurde international als bedeutender Protagonist der Malerei des 20. Jahrhunderts wahrgenommen. Er begann in den 1960er Jahren künstlerisch zu arbeiten und gehörte bald einer lebendigen Künstlerbewegung – der Baroda School - an, die neue Formen der Erzählung und der Figuration in die Bildsprache einbrachte. Die Grundlage seiner Malerei bildete das intensive Studium südasiatischer und europäischer Kunst, dem er sich neben seiner Arbeit als Wirtschaftsprüfer widmete. Nach frühen Experimenten mit der Pop Art entwickelte Khakhar einen ganz eigenen Malstil, der scheinbare Gegensätze wie Hoch- und Massenkultur, Alltagsleben und Malereigeschichte verband und so die bestehende Ikonografie subversiv unterlief. Mit viel Mut ging er komplexe und provokante Themen an: Klassenunterschiede, Begehren und Homosexualität sowie seinen eigenen Kampf gegen den Krebs. Khakhar ließ dabei literarische Sensibilität und kritische Beobachtungsgabe in seine scharfsinnigen, häufig ironischen Darstellungen von schwierigen Themen einfließen.

Galerie
Bhupen Khakhar: You Can't Please All, 1981 © Estate of Bhupen Khakhar
Interview
"Bhupen Khakhar: Die Wahrheit malen" - Ein Interview mit der Kuratorin Nada Raza © Anthony Stokes
Film
“Bhupen Khakhar: You Can´t Please All” - Rundgang durch die Ausstellung
Katalog
Der Katalog zur Ausstellung
Veranstaltungstipps
  • »My paintings are incomplete without figures«, Podiumsdiskussion

    16.02.2017, 19 Uhr

  • You Can’t Please All – queerfeministische Interventionen in Museen,
    Podiumsdiskussion

    21.02.2017, 19 Uhr

Galerie
Bhupen Khakhar: You Can't Please All, 1981 © Estate of Bhupen Khakhar
Interview
"Bhupen Khakhar: Die Wahrheit malen" - Ein Interview mit der Kuratorin Nada Raza © Anthony Stokes
Film
“Bhupen Khakhar: You Can´t Please All” - Rundgang durch die Ausstellung
Katalog
Der Katalog zur Ausstellung